Leben und sterben lassen.

Das hätte er nicht gewollt. Die Tochter steht neben dem Intensivbett mit der summenden Pumpe, die Luft in die Polster bläst. Die Stimme ist tonlos, auch wenn der Satz bestimmt klingen soll. Ihr Blick geht zur Mutter auf der anderen Seite des Bettes. Die hält ihrem Mann die Hand und sucht nach seinen Augen, die“Leben„Leben und sterben lassen.“ weiterlesen

Der Generalinternist für alles – ein bizarres Rückzugsgefecht der DGIM

Der Patient mit Nierenkolik, der am rupturierten Aortenaneurysma stirbt. Die Patientin mit Halsschmerzen, die auf dem Weg in die HNO-Klinik wegen einem die Atemwege verlegenden Halsweichteilabszesses reanimiert werden muss. Die Patientin mit „Gastroenteritis“, deren Gallenblasenentzündung dann durchbricht. Der Betrunkene mit Hirnblutung. Die Synkopierte, die mit einer unerkannten Schenkelhalsfraktur ins Heim zurückgeschickt wird. Der internistische Blick“Der„Der Generalinternist für alles – ein bizarres Rückzugsgefecht der DGIM“ weiterlesen

Wartezeit in der Notaufnahme

Der Berliner CDU-Abgeordnete Lars Bocian hat eine Frage gestellt und die Gesundheitssenatorin hat geantwortet. Aus Frage und Antwort erkennt man, dass beide nicht wirklich wissen, wovon sie sprechen. Dem Betroffenen stellt sich die bange Frage, ob das Gesundheitswesen mittlerweile für politische Steuerung zu kompliziert geworden ist. Herr Bocian fragte nach den „Wartezeiten“ in den Berliner“Wartezeit„Wartezeit in der Notaufnahme“ weiterlesen

Die Bundesärztekammer zur sektorenübergreifenden Notfallversorgung

Ich finde es gut, dass sich die organisierte Ärzteschaft in einem Konzeptpapier der Bundesärztekammer der patient:innengerechten sektorenübergeifenden akut- und notfallmedizinischen Versorgung annimmt. Das Thema darf nicht Lobbyistentribunalen wie dem G-BA überlassen bleiben. Allerdings sollte dann auch darauf geachtet werden, die eigene, ärztliche Position an Kriterien der Professionalität und ärztlichen Ethik auszurichten und nicht die von“Die„Die Bundesärztekammer zur sektorenübergreifenden Notfallversorgung“ weiterlesen

Zum Referentenentwurf zur Reform der Notfallversorgung

Der niedergelassene Hausarzt mit seinem Stethoskop ist allen Herausforderungen gewachsen. Er ist immer erreichbar. Ob Geburt, Herzinfarkt – was kann man da schon tun, jeder zweite stirbt halt – , Blinddarm oder auch die Druse: Notfalls bei Eis und Schnee mit dem Pferdewagen. Auch an Weihnachten. Der Stand der Medizinischen Kunst in einer Person verwirklicht.“Zum„Zum Referentenentwurf zur Reform der Notfallversorgung“ weiterlesen

Ex post Triage

Unter den Bedingungen der Pandemie wurde die Bundesregierung aufgefordert, einen klaren rechtlichen Rahmen für die Zuteilung lebensnotwendiger Ressourcen vorzunehmen, für den Fall, dass diese zur Versorgung aller Bedürftiger nicht mehr ausreichten. Es ging hierbei in erster Linie um intensivmedizinische Beatmungskapazitäten, die in den ersten Covid-Wintern knapp waren. Zu diesem Zeitpunkt schien es vorstellbar, dass auch“Ex„Ex post Triage“ weiterlesen

Facharztstandard – wer ruft den Rufdienst?

Zu den weniger angenehmen Entscheidungen in der frühen Weiterbildungszeit einer Ärztin gehört die Frage unter welchen Bedingungen man nachts um 3:00 den Hintergrunddienst anrufen muss oder darf. Im Nachhinein hat man es immer falsch gemacht. Je nach Naturell des Betreffenden können die hierbei gemachten Erfahrungen erheblich frustrieren und zum Vertrauensverlust in die Menschheit insgesamt, aber“Facharztstandard„Facharztstandard – wer ruft den Rufdienst?“ weiterlesen